Suche starten
HomeDetailansicht
Detailansicht
.
Detailansicht
.
Projekt junger Frauen zur Gewaltprävention beim Frauenneujahrsempfang ausgezeichnet
1.02.10 | SPÖ Frauen OÖ: 100 Jahre für eine geschlechtergerechte Gesellschaft


Rund 150 Frauen kamen am Sonntag Abend zum traditionellen Frauenneujahrsempfang ins Offene Kulturhaus Linz, bei dem die SPÖ Frauen OÖ heuer auch ihr 100jähriges Bestehens feierten. Am 30. Jänner 1910 tagte die erste Konferenz der sozialdemokratischen Frauen Oberösterreichs. „Vor 100 Jahren ging es, so wie auch heute noch, um die Utopie einer geschlechtergerechten Gesellschaft. Es geht darum, eine Vernetzung herzustellen und Frauen zu stärken“, betonte Landesfrauenvorsitzende NRin Sonja Ablinger. Bei der diesjährigen Preisverleihung wurde die Arbeit junger Frauen ins Zentrum gerückt. Der Anerkennungspreis ging an ein Filmprojekt von jungen Frauen zur Gewaltprävention, das sich durch eine besondere Form der Zusammenarbeit auszeichnet.

„Nur eine Frauenorganisation, die lästig ist, hat eine Existenzberechtigung“, zitierte Sonja Ablinger einen Ausspruch von Johanna Dohnal und hob hervor, dass die SPÖ Frauen OÖ in ihrer 100jährigen Geschichte mit ihrer Politik immer versucht hätten, einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer tatsächlich die gleichen Rechte haben, näher zu kommen. „Wir müssen heute wieder mehr Radikalität wagen und die Unterschiede zwischen den Geschlechtern endlich in der Rumpelkammer der Geschichte verstauen. Wir müssen die Arbeit von Frauen gerechter bewerten, öffentliche Aufträge an innerbetriebliche Gleichstellung koppeln, dafür sorgen, dass Frauen nach der Babypause den Anschluss nicht verlieren und verstärkt in Führungspositionen aufsteigen können.“

Die Auszeichnung beim Frauenneujahrsempfang ging an das Medienprojekt „Miss Handelt!“, ein österreichweites Präventionsprojekt zum Thema geschlechtsspezifischer Gewalt von und für junge Erwachsene, das Elke Oberleitner und ihrem Team verwirklicht haben. In ihrer Laudatio für die Preisträgerinnen hob Christine Dollhofer (Direktorin des Crossing Europe Filmfestival Linz) hervor, dass mit dem Aufbrechen gängiger Klischees, dem Hinterfragen von Geschlechterrollen ein bemerkenswertes Projekt zur Gewaltprävention gelungen sei.

Junge, angehende Filmschaffende aus ganz Österreich haben unter der Anleitung der Regisseurin Elisabeth Scharang und des Filmwissenschafters Robert Buchschwenter Drehbücher entwickelt und dann die Clips produziert.  Das Ergebnis: zwölf Videobeiträge, die Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt aus unterschiedlichen Perspektiven ansprechen. Begleitend zu den Beiträgen ist ein Buch entstanden, in dem die Aussagen der Videoclips diskutiert werden. Außerdem wurden für den Bildungsbereich Arbeitsblätter gestaltet.

Der Abend bot aber auch Gelegenheit, sich über Frauen, Kunst, Engagement und Feminismus auszutauschen. Die Gelegenheit dazu nützten unter anderem die ehemalige Landtagsabgeordnete und Pionierin der Frauenbewegung, Annemarie Praschl, die im Herbst 90 Jahre wird, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, 2. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer, die Landtagsabgeordneten Gerti Jahn und Rosi Bauer, GVV Landesvorsitzende NRin Rosemarie Schönpass, AK Vizepräsidentin und ÖGB Frauenvorsitzende OÖ Christine Lengauer, die neue Leiterin des AK-Frauenbüros LAbg. Kordula Schmidt,  ÖGB Frauensekretärin Bettina Stadlbauer  sowie die ehemalige ÖGB-Vizepräsidentin Irmi Schmidleithner. Auch viele Vertreterinnen von Fraueneinrichtungen wie dem Gewaltschutzzentrum, dem Frauengesundheitszentrum, dem Autonomen Frauenzentrum, der Frauenstiftung Steyr, FIFTITU% Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur nahmen am Frauenneujahrsempfang teil.


.
.
.
HomeKontaktNewsletterImpressum